Kommt nach Web 2.0 Web 3.D?

Schon seit 2007 bzw. dem Start von Second Life ist von Web 3.D die Rede. Doch was ist und bedeutet Web 3.D?

Web 3.D bedeutet nichts anderes, als dass man davon ausgeht, dass das Internet in Zukunft um eine 3-dimensionale Komponente erweitert wird. Damit verschwimmen die Grenzen zwischen Spiel und Business.

Sebastian Kübers schreibt in seinem Blog >>the metaverse, semantic and social web<< das vor allem die Social Networks das Web 3.D als Erweiterung nutzen sollten. Denn eine Plattform, wie z.B. Second Life, bietet neben der Echtzeitkommunikation auch eine sehr hohe mediale und räumliche Umgebung. Darüberhinaus haben die Avatare in dieser virtuellen Welt die unterschiedlichsten Interaktionsmöglichkeiten. Letztlich hat sich daraus eine funktionierende Ökonomie entwickelt.

Das ist kein Aufruf an die Marketing-Abteilungen blindlings die “kleinen Preise” in SL zum Leben zu erwecken oder dort Telefonzellen zu bauen. Die Ursache der bisherigen Marketing-Fehlschläge, so sagte mir erst kürzlich der SL-Mentor Kersten Kolasinski, liegt in der Betrachtungsweise von Second Life. Man dürfe die SL-Welt nicht von außen, sondern muss sie von Ihnen betrachten. Schicke, Award-trächtige Werbemechaniken werden kaum zu einem langfristigen Erfolg in dieser Welt führen. Es gilt sich in die Rolle der Zielgruppe zu versetzen – und diese ist in Second Life eben virtuell. Avatare, die eine zweite Persönlichkeiten, schon fast ein Alter Ego, darstellen. Wie überall gilt es dann auch hier, Bedarf zu schaffen und Bedürfnisse zu wecken.

Allerdings bin ich der Meinung, dass Second Life und Web 3.D noch Lichtjahre von uns in Bezug auf einer wirtschaftlichen Nutzung entfernt sind. Die SL-Cracks sind Ottonormal sowohl in der Denk- als auch in der Lebensweise sprichwörtlich Welten voraus. Uns “Nomalsterblichen” bleibt es nur, die Geschehnisse zu beobachten und in einer relevanten Form auf den jeweils aktuellen Markt anzuwenden.

Nachtrag: Eine charmante Seite hat ja Second Life. Man kann in dieser virtuellen Dimension unendlich alt werden – so lange die Server halten und Google nicht die Weltherrschaft übernimmt.

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