Klassische Banner-Schaltungen sinnvoll messen

Bei Einsatz von klassischen Online Werbemitteln (animierte Banner etc.) misst man in der Regel nur die Parameter Sichtkontakte (Ad Impressions/ Views) und Clicks. Daraus ergibt sich eine CTR (Click Trough Rate). Eine hohe CTR muss dabei nicht immer gut sein. Denn unter Umständen hat man mit einem falschen Versprechen das Publikum auf seine Webseite gelockt. Reaktanz wäre dann die Folge.

Wenn die Clicks auf einen Online Shop führen kommen die Parameter Conversion (Umwandlung zum Kauf) und Conversion Rate (CVR) hinzu. Ist die Rate hier hoch, hat man eine Win-Win-Win-Situation: Der Kunde freut sich über das Produkt, der Chef über Ca$h und der Online Marketing Manager über seinen Erfolg ;-)

Wie das Tracking technisch aufzusetzen ist, wird wohl jeder Online Marketing Manager selbst wissen. Wenn nicht,

dann einfach fragen.

Nach Werbeschaltung weiß man wie viele Clicks zu einem (direkten) Sale geführt haben. Offen bleibt die Frage, wie viele der Sichtkontakte ohne Click zu einem Sale geführt haben. Schätzen? Leugnen? Einfach in Kauf nehmen? “Wissen” wäre sicherlich der beste Weg. Man muss es einfach nur messbar machen.

Während man oben von Click Based Sales sprechen würde, wäre hier der Begriff View Based Sales angebracht. Da die View Based Sales in der Regel erst zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Kauf führen, spricht man auch von Post View Sales.

Um Post View Sales sichtbar zu machen, gilt es einfach entsprechende Zählpixel zu aktivieren, die bei Aufruf des Werbemittels auf dem Rechner des betroffenen Users eine Spur (Cookie) hinterlassen. “Kauft” nun dieser User zu einem späteren Zeitpunkt ein, wird das Cookie aktiviert und kann so einem einzelen Kauf zugeordnet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der User die URL des Shops direkt eingegeben hat oder über einen anderen Online Marketing Kanal (Suchmaschine, Newsletter etc.) auf die entsprechende Seite gekommen ist – vorausgesetzt, der User hat seine Cookies nicht gelöscht oder greift über einen Zweitrechner (mit fehlenden bzw. anderen Cookies) beim finalen Kauf zu.

Last but not least bleibt dann noch zu klären, zu welchem Teil diese einzelne Werbemaßnahme zum angestrebten Kauf beigetragen hat. Zu 100%, frei nach dem veralteten Motto “Last Cookie wins”? Oder war es nur ein Assist und damit ein Teil einer längeren Prozess- und Motivationskette? Und wenn ja, war dieser eine Assist ausschlaggebend, ergänzend, unnütz oder gar “falsch”? Auch hier hilft nur ein genauer Blick ins Sales Reporting und das Aufsetzen eines Bewertungssystems.

Eine fertiche Lösung habe ich an dieser Stelle auch nicht parat. Nur das grobe Ziel vor Augen. Über jeden anregenden, neuen Gedanken freue ich mich aber.

P.S.: Ich weiß, ich hatte zu dem Thema schon mal einen ähnlichen Artikel geschrieben. Es beschäftigt mich eben so sehr ;-)

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