Archiv für Februar, 2009

Affiliate Marketing – ganz einfach

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Provisonsfreie Sales – ganz legal?

Eben hatte ich mir mit großem Interesse den Artikel “Was ist eine Cookie wert?” bei Sascha angeschaut um kurz darauf mit folgender Nachricht selbst konfrontiert zu werden:

Lieber Publisher,

das affilinet Partnerprogramm XY macht vorübergehend Pause. Ab jetzt werden die Klicks/Sales/Leads nicht mehr vergütet.

Das Programm sollte aber in ca. 14 Tagen wieder aufgenommen werden. Ihre Partnerschaft bleibt erhalten. Sie werden über diesen Weg informiert, wenn das Partnerprogramm wieder gestartet wird.

Vielen Dank für Ihre bisherige Unterstützung und weiterhin viel Erfolg!

Wat is los? Ausschalten um Traffic, Leads und Sales kostenlos zu kassieren und dann wieder anschalten? Ist dem Merchant eigentlich bewusst, dass nicht jeder Affiliate nur via Brandbidding SEM betreibt, sondern evtl. mehr als nur einen liebenswerten Link aus- und dann wieder einbauen muss? Bemerkenswert ist zudem die Dauer der Pause von 14 Tagen. Muss man den wirklich das Partnerprogramm pausieren, wenn man in den Urlaub geht?

Schön ist bei der o.a. Nachricht auch, dass es keine direkte Möglichkeit gibt, mit dem Betreiber oder dem Netzwerk sofort in Kontakt zu treten. Die Absenderadresse noreply@domain.de ist ein schöner Schutz vor allzuviel ArbeitÄrger.

Wanted: Online Werbemittel Standards

Unter dem Titel “Gemeinsam stärker” (Internet World Business 03/09) möchten Yahoo, Microsoft und co. gemeinsam mit Publicis einen gemeinsamen Online Standard suchen und hoffentlich finden. Das ist gut und richtig und eben eine Pressemeldung zur Selbsthuldigung wert.

Vergessen wird aber dabei, dass man auf nationaler – und schon gar nicht auf internationaler – Ebene noch nicht mal einheitliche Standards für klassische Online Werbemittel (Display Werbmittel*) gefunden hat. Außer der Formatgröße (Pixel x Pixel), dem Dateigewicht (max kb*) und der Anforderung zu einem Flash-Werbemittel auch ein Fallback (.gif, .jpg oder .png) zu liefern sind noch viele Dinge ungeklärt. Um nur einige zu nennen:

  1. ClickTags
    Dabei handelt es sich um einen notwendigen Befehl innerhalb eines Flash Werbemittels, der dafür sorgt, dass die richtige Ziel-URL richtig aufgerufen wird. Das/der/die ClickTag befindet sich in einem Tag hinter “on (release) { getURL”. Dabei ist dieser Tag mein persönliches Lieblingsthema, dass mich regelmäßig bei den Vermarktern und Partnern eine Revolution anzetteln lässt. “ClickTag” ist nämlich nicht gleich “clicktag” ist nicht gleich “clickTag” und schon gar nicht gleich “clickTAG“. Wahnsinn!!! Wenn dann diese erste Hürde genommen ist, gelten dann nur noch die vermeintlichen Variablen vor dem clickTag richtig bestimmt zu haben. Z.B. “.root” oder nicht. Eine Lösung habe ich mir in diesem Fall mit einer tollen Agentur selbst geschaffen: Werbemittel die (fast) alle cLIckTAg-Varianten ansprechen. Nun ja, zu früh gefreut. Der übliche Adsserver kann natürlich mit zusätzlichen ActionScript-Aufrufen erst Mal nix anfangen. Hat er es aber dann nach gut Zureden gelernt, funktioniert alles einwandfrei. (Den grauenhaften “FS command” lasse ich an dieser Stelle unkommentiert.)
  2. Animation
    Ja, nein und wie lange?
  3. Wiederholung
    Warum sollte ein teuer bezahlter Banner nur einen Loop lang animiert sein und dann den User nicht mehr auf sich aufmerksam machen?
  4. Alt-Text
    Was passiert, wenn die Grafik trotz Schaltung nicht angezeigt wird, der Banner aber aufgrund von TKP-Buchung berechnet wird? Ein alternativer, klickbarer Text hilft – wenn man’s weiß.

Diese Dinge reichen aus, um den Arbeitsalltag eines jeden Projekt Managers in einer Werbeagentur zu … »» ‘Wanted: Online Werbemittel Standards’