Plädoyer für Online Werbung

In Zeiten des Performance Marketings hat die klassische Online Werbung in Form von Banner-Schaltungen etwas an Ihrem Glanz verloren. Cookie Dropping und rasant fallende Klickraten überschatten das Banner. Dabei vergisst der Performance-orientierte* sehr schnell, dass Banner ja auch Spaß machen können. Sowohl dem betrachtenden User, als auch dem zahlenden Kunden als auch der kreativen Agentur. Und das Banner (bei starken, bekannten) Marken auch ihre Daseinsberechtigung Bezug auf “Unterstützung der Markenbekanntheit” und “Werbeerinnung” haben ist hoffentlich auch unumstritten. Wer es sich leisten kann, könnte darüber nachdenken, kontinuierlich für ein www-Grundrauschen zu sorgen. Eine einmalige Schaltung wird – analog zu den Plakatwänden in der realen Welt – kaum zum erhofften Erfolg führen. Vor allem bei gänzlich unbekannten Marken.

Wie auch immer, eben erst auf dem Google Think Tank 2010 in Dublin gesehen, gibt’s jetzt auch das deutschspachige Plädoyer für Online Banner. Wie man dieselbigen aber sinnvoll einsetzt, kann und wird man nicht in diesem Video finden:

*Lustigerweise gewinnt das Buzzword “Customer Journey” immer mehr an Beliebtheit. Ich frage mich jetzt nur, ob das Thema bis dato niemandem bewußt war oder absichtlich verschwiegen wurde. Das man Coca-Cola drinkt, liegt ja nicht daran, dass man es auf Google finden kann, oder? Das Bedürfnis wurde an andere Stelle, zur anderen Zeit geweckt …

Google is making us smart …

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Google is making us smart, wenn wir nur darauf achten, dass wir erst seit Google anfangen, uns über die Intelligenz von Netzwerkeffekten Gedanken zu machen, und auch erst seit Google darüber nachdenken, dass die Wahrscheinlichkeitsverteilungen der Welt weniger der Normalverteilung von Gauß als vielmehr den Potenzgesetzen von Zipf folgen. Wir wissen, dass wir die long tails einer Google-Recherche ausblenden, wenn wir nur auf die ersten hits schauen, und dass das, was wir da ausblenden, manch eine interessante Nische und durchaus auch Überraschungen enthalten kann.

Den ganzen Artikel dazu gibt’s hier.

Links in Google Meta Description

Hui, nachdem an unserer Wand ein Poster mit der Aufschrift “GOTT” prangert, wundert mich nix mehr. Allerdings bin ich eben auf dieses Phänomen gestossen: Ein Link direkt innerhalb des Description Tags. Hm, ob das en Masse zu mehr Usability führen wird, bezweifle ich, aber im Moment ist’s doch sehr auffällig. Seht selbst:

link-in-meta-description

Das ist/war die entsprechende Suchanfrage bei Google.

Interessanterweise ist auf der Zielseite gar kein entsprechender Tag (meta name=”description”) vorgegeben. Vielmehr bezieht sich die Snippet-Description auf einen per Anker-tag (#Parameters) verlinkten Teil auf der Zielseite. Und auch da mitten in den Context hinein. Hui. Schön auch die deutsche Einleitung im Snippet: “Zu Parameters springen: If you specify the API key in your client, you don’t need to …”

Weiteres Beispiel hier:

weiteres-link-in-google-meta-description-beispielAuf der Zielseite ist zwar ein entsprechender Meta-Tag enthalten, aber dieser wird nicht genutzt. Gemeinsamkeit mit dem oben angeführten Beispiel ist die Nutzung des Anker-Tags.

Ist das die Rätsels Lösung?